Lieblings-Lebkuchen nach Nanas Rezept

Hallo ihr Lieben!

Familienrezepte haben immer einen besondernen wert, doch wenn es sich beim Rezept um die Abschrift des Lebkuchenrezeptes meiner Nana (Grossmutter) handelt, dann ist der persönliche Schatz-Faktor gleich noch höher.
Dass der Teelöffel Nelken nur schwach gestrichen sein darf unterstrich sie doppelt und erwähnte es, sicher ist sicher, auch gleich noch in einer Bemerkung unter dem Rezept. Ebenso, dass es sich keinenfalls um Triebsalz sondern um Hirschhornsalz handeln muss. Google erkärte mir jedoch, dass es sich bei den beiden Begriffen um Synonyme für ein und dasselbe Produkt handelt. Es scheint aber eine psychologische Wirkung auf den Teig zu haben wie man das Triebmittel anspricht, denn Nana schwört darauf dass er mit Triebsaltz einfach nicht gleich gut wird. (Hab natürlich immer brav von Hirschhornsalz gesprochen! :)


Sind alle Zutaten beisammen fordert Nana im Rezept dazu auf den Teig "tüchtig" zu kneten. Zusammen mit dem Treppenspringen das sich ergab, indem ich die Bleche voller Lebkuchen immer in den Keller zum kühlen stellte bevor ich sie in den Ofen gab, ist Lebkuchen backen ja schon fast eine sportliche Betätigung. Um das ganze abzurunden, empfehle ich während des Backprozesses noch eine Runde Tanzen und Singen wie Mirella es uns vormacht.

Rezept (gibt eine sehr grosse Menge, es reichen auch 1/2 oder 1/3 der Angaben)

900g Mehl (Weiss od. Halbweissmehl)
100g Mandeln
450g Puderzucker
250g Bienenhonig
1/4 l Wasser
20g Triebsalz (erhältlich z.B. in Drogerien)
20g Zimt
1 schwach gestrichener TL Nelken (lieber ein wenig zu wenig als zu viel!)
3 Eigelb

zusätzlich Puderzucker & etwas Wasser für den Zuckerguss

1. Mehl in eine Schüssel sieben, Puderzucker (ohne Knollen) und Mandeln dazugeben.
2. Den Honig mit dem Triebsalz und 1/4 l Wasser aufkochen. Die Flüssigkeit ein wenig abkühlen lassen und dann lauwarm zum Mehl geben.
3. Zimt und Nelken ebenfalls hinzufügen und alles vermengen.
4. Das Eigelb hinzufügen und den Teig "tüchtig" kneten. Erschreckt nicht, er ist relativ klebrig.
5. Den Teig nach draussen geben oder im Kühlschrank kalt stellen. Am Besten über Nacht.
6. Die Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben und den Teig auswallen. Ausstechen und mit genügend Abstand auf ein Backblech geben.
7. Im auf 185° heissen Ofen bei Umluft backen für ca. 15 min.
8. Die Lebkuchen auskühlen lassen und den Zuckerguss vorbereiten. Wollt ihr etwas malen gebt ihr nur wenig Wasser zum Puderzucker, so dass es noch recht dickflüssig ist. Wollt ihr die Lebkuchen bepinseln nehmt ihr etwas mehr Wasser.
9. Verzieren und fertig!


Nachdem ich die ganze Grossfamilienladung Lebkuchen mit Haufenweise Zuckerguss bepinselt hatte(nein, selbst ich habe nicht die Nerven über ein Kilo Lebkuchen mit Schneeflocken zu bemalen :) brachte ich ein besonders hübsches Exemplar eines Lebkuchenmännchens zu meiner Nana. Der kleine Kerl, da schon mit einem Bein weniger, schmeckte ihr ausgezeichnet. Wenn das kein Kompliment ist!








Habt ihr auch Familienrezepte die einfach immer wieder schmecken?

Alles Liebe
hope

Kommentare

  1. Mhh sieht richtig gut aus, ich liebe Lebkuchen (und selbst gemacht sind sie natürlich nochmal besser!).
    Und so wirkliche Familienrezepte haben wir irgendwie leider gar nicht. Dafür aber "Essens-traditionen", wie die gefüllte Ente an Weihnachten oder das Käsefondue an Silvester (;

    AntwortenLöschen
  2. Sieht wirklich lecker aus! Ich habe das grosse Glück, dass mir mein Opa zu Weihnachten einen Ordner schenkte, als ich so ca 15 Jahre alt war. Hier waren ein paar handgeschriebene Rezepte von meiner Oma, Familienrezepte. Zu einer Zeit als ich das noch nicht wertschätzen konnte, machte er mir das grossartige Geschenk. Meine Mutter schenkt mir seit langer Zeit immer zu Weihnachten ein paar Familienrezepte, und von der Oma und Mutter meines Mannes habe ich auch schon Rezepte eingefordert.

    AntwortenLöschen
  3. Lecker, ich liebe selbstgemachte Lebkuchen!

    AntwortenLöschen

Back to Top