Süsser Sonntag: Bärenschmaus!

Hallo ihr Lieben!

Habt ihr auch schon einen Bärenhunger? Wir machen heute nämlich Bärentatzen Dessert! Denkt ihr ich will euch einen Bären aufbinden?
Obwohl ich vor ein paar Tagen beim Luftgewehr schiessen mit Freunden einen Stolzen Rang 8 erzielt habe, hab ich dieses Wochendende keine flauschigen Riesen erlegt sondern mich der süssen Versuchung dieser Schokoladenplätzchen hingegeben.



Auf die Idee brachte mich meine beste Freundin die der Meinung war, schon viel zu lange keinen köstlichen Bärenschmaus mehr gegessen zu haben. Was soll ich sagen - Recht hat sie!



Rezept:

1 Tüte Bärentatzen
500 gr. Zwetschgen frisch oder tiefgekühlt, klein gewürfelt
1 – 2 EL Zucker (je nach Süsse der Zwetschgen)
1 EL Zimt
250 gr. Magerquark
250 gr. Mascarpone
¼ l Rahm
100 gr. Zucker
 
1. Eine Form mit den Bärentatzen auslegen und einige für die Garnitur beiseite legen.
2. Die Zwetschgen mit dem Zucker und Zimt weich kochen, auskühlen lassen und über die Bärentatzen verteilen. 
3. Magerquark, Mascarpone und Zucker zusammen mit dem Handmixer cremig rühren und anschliessend den steif geschlagenen Rahm unterheben.
 
4. Die Mascarpone-Masse auf dem Zwetschgen-Kompott vorsichtig ausstreichen.
 
5. Das Dessert ca. 2 Stunden kühl stellen. Vor dem Servieren mit Kakao bestreuen und mit den restlichen Bärentatzen garnieren.

 



Mit diesem leckeren Schmaus haben wir heute den Nachmittag draussen genossen. Wer kann dieser Herbstsonne schon widerstehen? Wir sassen also am See, beobachteten kleine Kinder , Enten die herumschwammen, diskutierten ob wir selbst gerne eine wären (meine Freundin definitiv nicht :), assen Bärenschmaus und wünschten uns mehr solcher freien Sonntage zu haben. Und natürlich mehr Bärenschmaus. Von beidem kann man selten genug haben.



Und bevor mir jemand zu meinen grossen künstlerischen Fähigkeiten als Bärenzeichnerin gratulieren will muss ich gestehen den Bär nicht selbst erschaffen zu haben, so stolz ich auch auf diese knuffige Meisterleistung gewesen wäre. Mein liebster Bär stammt nämlich aus der Feder  dem Bleistift von Stefanie von roboti liebt, einem Blog den ich wiederum sehr geliebt habe aber seit einiger Zeit nicht (leider!) mehr online ist.





Kennt ihr Bärentatzen oder sind sie ein Schweizer Phänomen? Und wie habt ihr euern Sonntag verbracht?

Alles Liebe
hope



2

Süsser Sonntag: Obst-Quarkdessert frisch und duftend aus dem Ofen

Hallo ihr Lieben!
 
In ein paar Jahren wird meine Tipparbeit bald überflüssig sein. Die ersten Zeilen meines Posts, in denen ich regelmässig über die Köstlichkeit der Rezepte schwadroniere, werden sicherlich durch einen Geruchbutton ersetzt. Vielleicht muss ich den leckeren Duft des jeweiligen Gerichtes noch jeweils mit einem ominösen kleinen Sauger einfangen und einlesen, dann könnt ihr ihn zuhause vor euern Bildschirmen auch schon erschnuppern. Heute würdet ihr den süsslichen Duft der Quarkmasse riechen, die fluffig und locker die Feigen umschliesst und noch warm darauf wartet endlich gegessen zu werden. Los geht's!
 
 
 

Da meine Schwester Feigen noch etwas feige gegenübersteht machte ich eine Hälfte mit Feigen, die andere mit Äpfeln und Himbeeren. (Himbeeren? Zu dieser Jahreszeit? Ja. Ich war auch ganz erstaunt als ich sie zwischen Pfifferlingen und Kürbissen an einem Marktstand entdeckte. Andererseits ist mir heute in unserem Garten eine fast rote Erdbeere aufgefallen, also nicht mehr so abwegig. Sommerherbst oder Herbstsommer halt. )
 
Rezept (für 5-6 Personen)
 
250 g Magerquark
3 Eier
2 TL Vanillezucker
2.5 TL Speisestärke
Abrieb einer Bio Zitrone
5 EL Rohrzucker
50g geschmolzene Butter
1 Prise Salz
8 Feigen
1 1/4 Apfel
1 Hand voll Himbeeren
 
1. Den Quark mit dem Eigelb, 3 EL Rohrzucker, der Butter, der Stärke, Zitrone und dem Vanillezucker verrühren.
2. Alles Obst waschen und klein schneiden. (Tipp: Damit die Äpfel auch schön weich werden habe ich sie bereits vorher etwas in den Ofen gegeben!)
3. Das Eiweiss steif schlagen mit einer Prise Salz. Dann die restlichen zwei Esslöffel Rohrzucker ebenfalls darunterschlagen.
4. Den Eischnee unter die Quarkmasse heben. Das Obst in eine Ofenfeste Form füllen (ich nahm eine Hälfte der Gratainform für die Äpfel und Himbeeren, die andere für die Feigen) und die Masse darüber geben.
5. Bei 220° Unter- Oberhitze im Ofen für ca. 15 Minuten backen, bis die Masse Farbe angenommen hat.
6. Aus dem Ofen nehmen und geniessen!
 
 
 
 
Alles Liebe
hope 
 
2

Knusper!

Hallo ihr Lieben!

Granola ass ich schon früher. Nicht selbst gemacht & nicht unter diesem Namen, doch ich mochte es unglaublich gerne auf Joghurt.
Stattdessen nannte ich es Knusper, weil es so schön im Mund knusperte. Probiert es aus. Knusper. Knusper. Knusper. Ein Geräusch, dass man zusammen mit dem Geschmack kennen und lieben lernt (ausser man lässt die Guten zu lange in der Milch, dann hat es sich ausgeknuspert :)
 
 
 
Zusammen mit allen Leckereien die der Obstkorb so hergibt und etwas leckerem von der Kuh (oder vegan von der lieben Sojabohne/Mandel/Haselnuss) habt ihr bereits ein Frühstück auf dass ihr euch schon beim Einschlafen freuen könnt. Denn glaubt mir: Wartet morgens ein leckeres Frühstück in der Küche ist man gleich viel weniger grummelig!
 
 


Rezept
(1 Blech)

2 Tasse kernige Haferflocken
2 Tassen feine Haferflocken
1 Tasse gemahlene Nüsse
1 Tasse gehackte Nüsse
2 EL Mandelmus
4 EL Ahornsirup
1 Tasse Wasser
 
1. Alle trockenen Zutaten in eine Schüssel geben. Das Mandelmus und den Ahornsirup dazu geben (Sirup so viel und süss wie ihr wollt!). Das Wasser nach und nach dazu geben. Ihr werdet wahrscheinlich nicht das ganze brauchen, also mischt es nach und nach unter.
2. Wenn alles gerade so zusammenklebt (zu flüssig ist auch nicht gut - braucht länger zum trocknen) könnt ihr die Masse auf ein Backbleck krümeln und in den 90° warmen Ofen geben.
3. Die Granola darin für ca. eineinhalb Stunden trocknen lassen. Fertig!
 
 
Wie ihr seht ist mein Knusper wirklich schnell und einfach gemacht. Zudem weiss man genau was hineinkommt und so schleichen sich keine bösen ungewollten Fette und Zucker hinein ohne unser Wissen :)
 
 
 
Habt ihr euch auch schon eure Frühstücksflocken selbstgemacht? Und wärt ihr an meiner Bananen-Kokosnuss Variante interessiert?
 
Alles Liebe
hope
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Kürbis in ... der Quiche

Hallo ihr Lieben!

Fangen wir direkt mal mit der Moral der Geschicht an: Kürbisse sind toll. Punkt. Dem gibt es nicht hinzuzufügen (ausser ein paar anderen positiven und lobenden Superlativen).
So richtig auf den Kürbis gekommen bin ich erst letztes Jahr. Vorher fristete er sein Dasein in meiner kulinarischen Welt lediglich als köstliches Süppchen. Fatale Fehleinschätzung! Kürbisse kreieren aus kulinarische Knabbereien kultiviert knackige Köstlichkeiten! (Entschuldigt mich. Nach Fatale Fehleinschätzung war ich grad so in Alliterations Laune :)



Kürbisse sind universell einsetzbar und so viel kann ich euch sagen: In meiner Küche ist diese Universelle Einsetzung nicht bloss leere Theorie, sondern lebensechte Praxis im Herbst. Meine Freundinnen können bereits ein Leidens Lied davon singen.

Diese Woche wartete nach der Schule zuhause ein Päckchen auf mich, auf dass ich mich wie Bolle gefreut hatte. Darin befindlich: Eine IB Laursen Tortenplatte und eine rosa Quicheform. Die Verlockung des neuen war wie immer gross und so mussten meine neuesten Errungenschaften dieses Wochenende eingeweiht werden.

Also klemmte ich mir gestern die Form unter den einen und den Kürbis unter den anderen Arm und machte mich auf den Weg in die Küche wo ich 2 Stunden und 1 Hitzewallung später diesen Kürbistraum aus dem Ofen zog.



Rezept:

Quark-Öl Teig (von Enie backt, hier)

200g Vollkorn Mehl
½ Päckchen Backpulver
½ TL Salz
125 g Magerquark
75 ml Milch
50 ml Sonnenblumenöl


1. Die trockenen Zutaten vermengen. Danach (z.B. mit dem Knethaken der Küchenmaschine) alle anderen Zutaten dazukneten. Wer zu lange herumknetet wird jedoch einen klebrigen Teig erhalten, also lieber kurz.
2. Den fertigen Teig für eine Stunde in den Kühlschrank stellen.


Quiche:

1/2 Hokkaido Kürbis
1/2 Stange Lauch
1 kleine Süsskartoffel

100ml Milch
3 Eier
80 g Magerquark
60 g geriebener Käse (z.B. Gruyère)
2 TL Currypulver
Salz
Pfeffer
Muskatnuss
Knoblauchgranulat

1. Das Gemüse waschen. Wer Hokkaido Kürbis verwendet muss ihn nicht schälen, alle anderen schon. Den Kürbis nun halbieren und mit viel Kraft und einem scharfen Messer in kleine Stücke schneiden.
2. Den Lauch und die Süsskartoffel ebenfalls klein schneiden. Falls ihr mit der Menge unsicher seid, hilft es wenn man die geschnittene Ware jeweils in die noch leere Form gibt. So erhält man einen guten Eindruck wie viel man noch braucht :)
3. Öl in einer Pfanne erhitzen und das Gemüse darin anschwitzen. Bereits ein erstes Mal leicht würzen mit Salz.
3. Für den Guss nun alle Zutaten zusammengeben und mit dem Handmixer mixen. Das ganze nun abschmecken mit den Gewürzen.
4. Den Teig auswallen und in die eingefettete Form geben. Das Gemüse und den Guss darüber geben und die Form für  30-40 Minuten in den auf 200° vorgeheizten Ofen geben.

 
Wusstet ihr übrigens dass der Kürbis die grösste Beere der Welt ist? Ich ernenne ihn somit zu unserem herbstlichen Riesen-Ersatz für Erdbeere, Blaubeere, Johannisbeere & Co. Ebenso köstlich und in rauen Mengen vorhanden :)


 
Seid ihr auch dem Herbst mit seiner Riesenbeere verfallen?
 
Alles Liebe
hope



 
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{ Let's cook together } Pizza

Hallo ihr Lieben!

Es ist der 10. des Monats und was heisst das? Es ist wieder Let's cook together Zeit bei Ina! Diesmal rief sie alle dazu auf ihre italienische Seite mit köstlichen Pizzen auszuleben. Braucht man mir nicht zweimal zu sagen. Die Lücken die ich beim sprechen der Sprache habe mache ich mit meiner Liebe für die italienische Küche wieder wett. :)



Daher darf ich euch heute stolz "una delle mie pizze preferite" präsentieren. Pizza Lucky Luciano.
So zumindest heisst sie in der Pizzeria in der ich sie immer esse. So lecker sie auch ist, ihr Name war mir bisher ein Rätsel. Wer oder was ist dieser Lucky Luciano? Handelt es sich beim Namensvater dieses mit Mozzarella beladenen Teiges etwa um die italienische Version von Lucky Luke? Und warum sollte dieser im Wilden Westen Pizza essen? Oder hatte ein gewisser Pechvogel namens Luciano ein mal im Leben Glück und in Ehre dieses einmaligen Augenblickes kreierte seine Mutter dieses kulinarische Denkmal?
Beim aussprechen ebendieser existenziell wichtiger Fragen im Kreise meiner Familie erhielt ich die Antwort, dass es sich bei Lucky Luciano um einen Mafiaboss handelte.Warum aber eine Pizza nach ihm benannt wurde, konnte mir auch niemand sagen. Jemand von euch eine Idee? :)



Rezept (für eine Pizza)

Pizzateig:

250 g (Vollkorn)mehl
1/4 Würfel Hefe
3/4 TL Salz
1.5 dl lauwarmes Wasser
2 EL Olivenöl

Das Mehl mit dem Salz in eine Schüssel geben. Die Hefe in einem Teil des Wassers auflösen und in eine Mulde im Mehl giessen. Das restliche Wasser und das Öl hinzufügen, dann den Teig kneten bis er geschmeidig ist. An einem warmen Ort zugedeckt auf das Doppelte aufgehen lassen.

Ofen-Tomatensauce (grosse Menge, reicht für mehrere Male oder eine Schale Tomatensuppe am nächsten Abend)
 
4 Tomaten
1 Knoblauchzehe
Rosmarin
1 Zwiebel
Olivenöl
Salz
Pizzagewürz
Wasser

Die Tomaten waschen und in Scheiben schneiden. Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Mit Knoblauch und Zwiebeln gleich verfahren (waschen wird selbstverständlich durch schälen ersetzt). Zum Schluss Rosmarin und Pizzagewürz (oder andere italienische Gewürzmischungen z.B. für Pasta oder Bruschetta) darauf verteilen. Beinhaltet diese kein oder wenig Salz noch nachsalzen. Das Blech wandert nun für eine knappe Dreiviertelstunde in den Ofen bei 180°.
Die fertigen Tomaten mit 1-1.5 dl Wasser pürieren. Abschmecken. Geniessen.

Pizzabelag:

1 Ei
2 EL Milch
Blattspinat (ich nahm tiefgefrohrenen, den ich davor kurz auftaute)
Champignons
Mozzarella

Den Pizzateig mit Mehl auswallen und auf ein mit Olivenöl bestrichenes oder mit Backpapier belegtes Blech geben. Den Teig mit der Tomatensauce bestreichen. Pilze und Spinat präparieren und ebenfalls auf den Teig geben. Nun das Ei trennen. Das Eiweiss steif schlagen während das Eigelb mit ein wenig Salz und der Milch verquirlt wird. Eigelb nun unter das Eiweiss heben und die Mischung in die Mitte der Pizza geben. Als letztes den Mozzarella verteilen. Nun darf auch die Pizza ihre Zeit im auf 250° vorgeheizten Ofen geniessen für ca. 20 Minuten.
Buon appetito!

 


Ich kann ja nur für mich sprechen, aber wenn ich in Italien bin und langsam Hunger bekomme, dann fange ich an auf jedem Schild dass einen Platz ankündigt statt "piazza" "pizza" zu lesen. Ich kann nichts dagegen machen. Höre ich Italien, denke ich an Pizza. Bei zwei Italienisch Stunden in der Woche wären das bereits 2 Pizzagedanken pro Woche. Wir könnten uns jetzt in Mathe üben und das ganze plus Italienurlaub auf ein Jahr hochrechnen, doch wir wollen jetzt ein wenig etwas anderes lernen.



Trommelwirbel für meinen Italienisch Mini-Kurs für Pizzafreunde!

Sono un pizza amigo! -> Ich bin ein Pizza Freund!
Un po' di tutto! -> Ein bisschen von allem!
Una pizza Margherita per favore. -> Eine Pizza Margherita bitte.
Grazie. -> Danke.
Voglio una pizza / due, tre , cinque... pizze -> Ich will eine Pizza. Ich will zwei, drei, fünf... Pizzen.
Mi piacerebbe bere una limonata. -> Mir würde es gefallen eine Limonade zu trinken.
Accidenti, che pizza! -> Donnerwetter, was für eine Pizza!


So. Damit solltet ihr euch als Pizza Freund in Italien über Wasser halten können. Und wer nicht in Italien ist kann sich ja mit meinem Rezept Italien nach Hause holen.

P.S. An alle Pasta Freunde: Einfach das Wort Pizza durch Pasta ersetzen. Funktioniert auch wunderbar! Und mit diesem Rezept werdet auch ihr glücklich sein. :)

Alles Liebe
hope

8

Warum die Mitte der Pfirsich nicht für den Kern geschaffen wurde

Hallo ihr Lieben!

Letzte Woche erkärte mein Philosophie Lehrer uns in einem langen Monolog das Prinzip des Paradigmenwechsels und tat währendessen seine Liebe für ebendiesen Ausruck kund. Ende der Stunde ermutigte er uns das Wort "Paradigmenwechsel" ab nun aktiv in unseren täglichen Wortgebrauch einzuflechten. Kein Problem für mich :)



Vor ein paar Wochen fand in diesem Hause ein Paradigmenwechsel in Sachen Pfirsiche statt. Bisher nahm ich immer an dass der Kern wohl die Mitte der Pfirsich bestimmt. Bis ich dieses Rezept ausprobierte:

Rezept: Gefüllte Pfirsiche 

4 reife Pfirsiche (oder Nektarinen)
2 EL Amaretto
100 g harte Amaretti
25 g dunkle Schokoladenwürfel

1. Die Pfirsiche waschen, halbieren, entsteinen und das Fruchtfleisch zur Hälfte aushöhlen (es sollte also noch eine Art Pfirsich Schale zurückbleiben).
2. Den Amaretto mit dem Fruchtfleisch pürieren.
3. Die Amaretti zerkrümeln (geht sehr gut wenn man sie in einen Gefrierbeutel füllt und sie dann mit einem Wallholz oder einer Pfanne draufhaut)
4. Die Amaretti und die Schokoladenwürfelchen unter das Püree mischen. Die Masse dann 15 min. stehen lasse und sie danach in die Pfirsiche^.
5. Die Pfirsiche für 20 Minuten in einer ofenfesten Form bei 200° backen.
6. Die noch heissen Pfirsiche geniessen, am besten mit einer Kugel Eis.



Schon beim Naschen der Füllung begann das alte Kern-Paradigma leicht zu bröckeln, doch das war nichts, absolut GAR NICHTS, im Vergleich zu der Geschmacksexplosion die mich erwartete als ich die Pfirsiche aus dem Ofen nahm. Heisse, süsse Pfirsich schmiegte sich an eiskaltes Fior-di-Latte Gelato, die Amarettini und der Amaretto steuerten der Komposition noch ein nussiges Aroma bei.
Bäm!
Paradigmenwechsel.
All die Jahre war ich offensichtlich falsch, denn was so gut schmeckt kann nur das einzig wahre sein. Das alte Paradigma wurde über den Haufen geworfen, alle bisher diesem angehörigen Geschmacksnerven kapitulierten, das neue Paradigma und (auch wenn Wahrheit nur innerhalb eines Paradigmas existiert) einzig wahre lautet: In die Mitte gehört kein Kern sondern eine Füllung aus Schokolade, Amaretti und Amaretto.
 


Perfekt dazu passt eine Kugel Eis, vorzugsweise Nuss, Fior di Latte, Kaffee oder Vanille, aber he, gelüstet es euch nach blauem Kaugummi Eis dazu - go for it. Mit Pfirsich schmeckt so zirka alles gut :)
Speziell dieses Rezept ist unglaublich gut (hab ich das bereits erwähnt!? :) und es musste einfach auf den Blog obwohl es ziemlich unfotogen ist & wir kein passendes Eis mehr im Haus hatten. Ihr müsst also mit Vanillejoghurt als Garnitur vorlieb nehmen auf den Bildern.




Wer von euch noch mehr über das wissenschaftliche Prinzip des Paradigmenwechsels von Thomas S. Kuhn (eignet sich nicht nur für Pfirsiche!) erfahren möchte findet hier weitere Informationen und Links.

Gab es bei euch in der Küche auch schon Paradigmenwechsel?

Alles Liebe
hope

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Kampf der Routine { Zucchini Nudeln mit Nudeln, Mandelsauce und Ofentomaten }

Hallo ihr Lieben!

Kennt ihr das? Zuhause habe ich viele Kochbücher herumstehen, aus denne ich selten mehr als 2 Rezepte nachgekocht habe. Mein Pinterest Board enthält mittlerweile so viele Rezepte, dass ich bald ein Jahr täglich ein Neues ausprobieren könnte. Tu ichs? Ne. Meine Nudeln durften bisher selten mit etwas anderem als Tomatensauce und Pesto Bekanntschaft machen. Nichts gegen Tomatensauce und Pesto, man schimpft sie nicht sonst Klassiker der buona cucina italiana, doch ein wenig Abwechslung dürfte schon mal sein. Daher gab es gestern Mandelsauce. Zusammen mit den Zucchini und Tomaten ein Traum!



 

Nachdem ich mit der Mandelsauce so gute Erfahrungen gemacht habe bin ich höchst motiviert mich demnächst an viele neue Rezepte zu machen. Einiges nachkochen, einiges neu kreieren - mal schauen wie lange die Motivation anhält (aus Erfahrung meist eine Woche...). Heute habe ich jedenfalls schon einen neuen Smoothie mit Salat drin zum Frühstück genossen was mir skeptische Blicke sämtlicher Familienmitglieder bescherte. :)


Das Rezept für die Mandelsauce habe ich von der lecker Website hier, doch habe ich es ein wenig abgeändert. Es sollte je nach Hunger für 3-4 Personen reichen und ist easy-peasy schnell gemacht und super lecker.

Mandelsauce:

75 g Mandelblättchen
1 Knoblauchzehe
75 g geriebener Parmesan
125 ml Milch
Pfeffer

Die Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Fett rösten. Dann zusammen mit der Knoblauchzehe klein mixen. Anschliessend zusammen mit dem Parmesan und der Milch in eine kleine Pfanne geben und köcheln bis der Käse geschmolzen ist. Mit Pfeffer abschmecken. Die Sauce ist recht dickflüssig, eher Pesto artig. Wer es lieber flüssiger mag kann noch mehr Milch dazu geben.

Zucchini Nudeln mit Nudeln

1 Zucchini
400 g Dinkeltagliatelle (oder jede andere Art von Nudeln die ihr mögt)
Salz, Pfeffer

Die Zucchini habe ich mit so einem Schäler in Nudelform gebracht. Das Wasser für die Nudeln aufkochen und die Nudeln nach Packungsanleitung zubereiten. Die Zucchini zeitgleich in einer Bratpfanne mit Öl, Pfeffer und Salz anbraten. Sind die Nudeln fertig das Wasser abschütten und sie mit den Zucchini vermengen.

Ofentomaten:

4 Tomaten
2 TL Polentamais
4 TL Semmelbrösel
Olivenöl, Basilikum, Rosmarin, Kräutersalz

Die Tomaten waschen und den oberen Teil knapp abschneiden. Auf die so entstandene Fläche eine Mischung aus Mais, Bröseln, Kräutersalz und Kräutern verteilen. Nun ein wenig Olivenöl darüber träufeln und die Tomaten in einer ofenfesten Form für ca. 15 -20 min. in den Ofen geben.

 
Auch wer wie ich Wert auf saisonale und regionale Produkte legt, wird seine Freude an diesem Rezept haben. Alle Zutaten feiern noch Hochsaison, auch wenn das herbstliche Wetter anderes suggerieren lässt und man statt rispenfrischen Tomaten fast Kürbisse im Garten erwartet. Doch noch findet man diese sommerlichen Früchtchen wenn man eingemummt in eine dicke Jacke  und bewaffnet mit Regenschirm den heimischen Gemüsegarten oder -markt abschreitet auf Inspirationssuche fürs Mittagessen :)


Ich hoffe ich konnte euch motivieren mal ein neues Rezept auszuprobieren. Wenn ja, was habt ihr leckeres gezaubert?

Alles Liebe
hope
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